Liebe Braunschweigerinnen und Braunschweiger,

ich bin 1967 an der Hamburger Straße geboren, wurde in Waggum eingeschult, bin in der Weststadt groß geworden und habe meine Studienzeit in der Nordstadt verbracht. Heute lebe ich mit meiner Familie in der Innenstadt. Ich kenne diese Stadt aus jedem ihrer Viertel – nicht vom Hörensagen, sondern aus eigenem Erleben. Braunschweig ist nicht einfach mein Wohnort. Braunschweig ist meine Heimat.

Beruflich bin ich selbstständiger Kommunikationsdesigner. Über zwanzig Jahre habe ich im Bundesvorstand den Berufsverband der Deutschen Designer mitgeleitet, zwei Jahre davon als Vizepräsident des Weltverbandes. Ich weiß, wie man Organisationen führt, wie man unterschiedliche Interessen zusammenbringt und wie man aus vielen Stimmen eine gemeinsame Richtung macht. Genau das braucht diese Stadt.

Ehrenamt ist für mich selbstverständlich: als IHK-Prüfungsleiter, im Vorstand der Magnibürgerschaft, als Gründungsmitglied der Freien Ukraine Braunschweig. Im Karneval leite ich die Braunschweiger Freibeuter, Konzertgitarre habe ich an unserer städtischen Musikschule gelernt. Seit 2021 bin ich Ratsherr, mit den Schwerpunkten Wirtschaft, Familie und Kultur. Ich weiß daher nicht nur, wie Verwaltung von außen aussieht – ich weiß auch, wie sie von innen funktioniert, und wo sie sich selbst im Weg steht.

Als Oberbürgermeister will ich vor allem drei Dinge erreichen.

Erstens eine Verwaltung, die für die Bürger arbeitet – nicht umgekehrt. Keine wochenlangen Wartezeiten, kein Abteilungsdenken, keine Zuständigkeit, die im nächsten Büro endet. Nur der Oberbürgermeister kann alle Verantwortlichen an einen Tisch holen. Das werde ich tun, mit einer Verwaltung, die digital dort ist, wo es das Leben leichter macht, und persönlich dort, wo Menschen einen echten Ansprechpartner brauchen. Und ich will, dass Bürgerinnen und Bürger frühzeitig mitreden, wenn in ihrem Stadtteil geplant wird – nicht erst, wenn längst alles entschieden ist.

Zweitens eine lebenswerte Innenstadt und lebendige Stadtteile. Mehr Grün und Schatten gegen die Sommerhitze, leerstehende Wohnungen wieder nutzen, inhabergeführte Fachgeschäfte statt immer neuer Ketten. Ich will, dass Anwohnerinnen und Anwohner in der Innenstadt parken können, dass Anlieferung und Krankentransporte möglich bleiben, und dass endlose Baustellen unseren Einzelhandel nicht länger beschädigen, sondern die Stadt an der Seite der Geschäfte steht, die hier etwas wagen. Eine Stadt der kurzen Wege lebt von genau diesen Menschen – vom Fachgeschäft an der Ecke bis zur Gastronomin, die abends noch das Licht anlässt.

Drittens ein verantwortungsvoller Umgang mit dem Geld unserer Stadt. Kein teures Konzerthaus, aber endlich eine sanierte Musikschule mit verbindlichem Zeitplan – für die tausenden Kinder und Jugendlichen, die dort lernen wollen, so wie ich es selbst durfte. Prestigeprojekte gehören auf den Prüfstand, bevor neue Wünsche dazukommen. Erst die Hausaufgaben – Schulen, Sporthallen, Musikschule – dann erst darf man von Prestige träumen.

Dabei geht es mir nicht nur um Beton und Haushalt, sondern um das, was uns zusammenhält: dass kein Kind in dieser Stadt wegen des Geldbeutels seiner Eltern schlechtere Chancen hat! Das jedes Kind bei uns bis zum Ende der Grundschule schwimmen lernt – Schwimmenkönnen ist für mich lebenswichtig. Und das jedes Kind genug Mut bekommt manchmal auch gegen den Strom zu schwimmen. Genauso wichtig ist mir, dass niemand durch das soziale Netz fällt, ob jung oder alt, ob in der Innenstadt oder am Stadtrand, und dass wir als Wirtschaftsstandort so stark werden, dass wir großen Konzernen ebenso auf Augenhöhe begegnen wie wir kleine Betriebe und qualifizierte Arbeitskräfte gezielt unterstützen, bei uns zu bleiben. Und ich will, dass wir unsere Stadt grüner und krisenfester machen – mit mehr Bäumen, echtem Hitzeschutz und einem Verkehrsraum, der fair zwischen allen Verkehrsarten aufgeteilt ist, statt zum Streitthema gemacht zu werden.

Diese Stadt gelingt nur gemeinsam. Ich bitte um Ihre Stimme.

Ihr Robert Glogowski

Robert Glogowski, Oberbürgermeisterkandidat der BIBS und Ratsherr der Stadt Braunschweig

Lebenslauf

Robert Glogowski wurde 1967 in Braunschweig geboren, an der Hamburger Straße, im Gesundheitsamt neben dem Stadion. Sein Vater Gerhard Glogowski war niedersächsischer Ministerpräsident und ist Ehrenbürger der Stadt Braunschweig. Seine Ehefrau Anikó Glogowski-Merten war von 2021 bis 2025 Mitglied des Bundestages und ist heute Direktorin der Niedersächsischen Landeszentrale für politische Bildung. Sein Sohn Ion Glogowski engagiert sich im Jugendparlament Braunschweig. Robert Glogowski wohnt in der Braunschweiger Innenstadt und ist von Beruf Diplom-Designer sowie Inhaber der Firma punctum.

Seit 2026 ist er Oberbürgermeisterkandidat der BIBS, nominiert durch das BIBS-Plenum im April 2026. Ebenfalls seit 2026 gehört er der Gruppe BIBS im Rat der Stadt Braunschweig an und ist dort für vier Fachausschüsse zuständig: Wirtschaft; Finanzen, Personal und Digitalisierung; Planung und Bau sowie Kultur und Wissenschaft. Seit 2021 ist er Ratsherr der Stadt Braunschweig mit Arbeitsschwerpunkten in Wirtschaft, Finanzen, Stadtentwicklung und Kultur. Von 2011 bis 2015 war er Bürgermitglied im Kulturausschuss der Stadt Braunschweig, von 2010 bis 2011 Bürgermitglied im Wirtschaftsausschuss. 2011 initiierte er die Söndermann-Studie, die erste systematische Untersuchung zur Kultur- und Kreativwirtschaft in der Region Braunschweig/Wolfsburg und bis heute Grundlage der regionalen Wirtschaftsförderung in diesem Feld.

Beruflich ist Robert Glogowski seit 2018 Inhaber von punctum., einer Beratung für Unternehmensidentität und Marktpositionierung, mit Schwerpunkt auf Unternehmensimage, Marktpositionierung sowie Karriere- und Unternehmensentwicklung. Von 1995 bis 2017 war er Inhaber und Leiter von geckodesign, einer Agentur für Corporate Identity mit rund zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern; zu den Kunden zählten unter anderem Volkswagen Financial Services, Volksbank BRAWO, Sparkasse BLSK, Wolfsburg AG sowie Unternehmen aus Handwerk und Maschinenbau. Die Agentur war zugleich Ausbildungsbetrieb für Mediengestalterinnen und Mediengestalter. Von 2011 bis 2016 war er im Career Service der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig tätig und beriet dort zu Berufsorientierung und Existenzgründung im Bereich Design, ab 2014 auch für Kunst- und Medienwissenschaften sowie Freie Kunst. Von 2005 bis 2011 leitete er als Inhaber die Produktionsagentur geckomedien mit rund fünf Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die Verlagsobjekte sowie Services und Dienstleistungen im Digital- und Printbereich betreute.

Ehrenamtlich engagiert sich Robert Glogowski in der berufsständischen Interessenvertretung: Von 1998 bis 2019 war er im Bundesvorstand des Berufsverbands der Deutschen Kommunikationsdesigner (BDG), von 2004 bis 2006 dessen Vizepräsident und von 2011 bis 2019 Leiter des Referats Berufswirtschaft. Im Deutschen Kulturrat war er Mitglied im Arbeitskreis Bildung und im Arbeitskreis Europa. International war er von 2013 bis 2015 Vice President des Design-Weltverbandes ico-D (International Council of Design) und von 2014 bis 2015 Mitglied im Beraterkreis Kreativwirtschaft der Stadt Shanghai im UNESCO Creative Cities Network. In der Berufsbildung leitet er den IHK-Braunschweig-Prüfungsausschuss für Mediengestalter, Fachrichtung Print, und bildet in den Fachrichtungen Mediengestaltung Design sowie Mediengestaltung Beratung aus. Gesellschaftlich und kulturell ist er Vorsitzender des Vereins Lindenblüten e. V., der Theater für Kinder und Jugendliche fördert, Initiator der Initiative „Gleichberechtigung gemeinsam" für die partnerschaftliche Aufteilung von Sorgearbeit (www.gleichberechtigung-gemeinsam.de) und betrieb sieben Jahre lang die Kleinkunstbühne „Aktionstheater Braunschweig".

Sein Studium der Kommunikationsgestaltung absolvierte er von 1991 bis 1998 an der HBK Braunschweig mit dem Diplom, Note 1,0; seine Diplomarbeit trug den Titel „Corporate Design eines mittelständischen Unternehmens im Kulturkreis Europa unter Berücksichtigung der Wirkung des Internets auf die Firmenkultur und Kommunikation" und war eine theoretische Betrachtung zur werteorientierten Kommunikation. Von 1989 bis 1991 studierte er zudem Realschullehramt für Englisch und Geschichte an der Technischen Universität und der Hochschule für Bildende Künste Braunschweig.

Privat spielt Robert Glogowski Konzertgitarre und schottischen Dudelsack und leitet die „Braunschweiger Freibeuter" im Braunschweiger Karneval.